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Willkommen!

Liebe Auszubildende, liebe Kolleginnen und Kollegen,

das klingt vielleicht erst einmal neu und ungewohnt für euch, aber das ist ab jetzt die Anrede, an die ihr euch gewöhnen müsst! Wir finden ja, das klingt ziemlich gut. Denn: Vieles, was jetzt auf euch zukommt, ist neu, vieles ist ungewohnt und auch aufregend. Aber als Team bekommt man das super hin und meistert gemeinsam neue Aufgaben und Herausforderungen. Und das seid ihr jetzt: Teil eines Teams. Bei euch im Betrieb – als Auszubildende und als Kolleginnen und Kollegen. Und bei uns, denn gemeinsam mit euch bilden wir als IG BCE eben auch ein Team und stehen euch mit Rat und Tat zur Seite.

Mit diesem neuen Lebensabschnitt beginnt euer Einstieg in die Arbeitswelt. Das erste selbst verdiente Geld wird am Ende des Monats auf dem Konto landen. Ein tolles Gefühl! Auch dafür haben wir gemeinsam gesorgt.

Was wir als Gewerkschaft sonst noch alles so geschafft haben und wo wir euch helfen können, erfahrt ihr in den kommenden Tagen von euren JAV’en, den Betriebsrätinnen und Betriebsräten, von uns als IG BCE und natürlich hier auf dieser Seite, sowie den Social-Media-Kanälen eurer IG BCE Jugend. Wir freuen uns, mit euch gemeinsam anzupacken, gratulieren euch zu eurer Ausbildungsstelle und wünschen euch einen guten Start ins Arbeitsleben!

Solltet ihr Fragen haben, zögert nicht und sprecht uns an. Wir sind für euch da und packen das gemeinsam.

Einen guten Start in die Ausbildung!

Rechte von Azubis

Vergütung

Eines der wichtigsten Rechte der Auszubildenden ist, dass sie eine angemessene Ausbildungsvergütung bekommen – wenn das Unternehmen tarifgebunden ist, ist dies durch deine zuständige Gewerkschaft genau für dich geregelt!

Ausbildungsmittel

Daneben haben sie Anspruch auf kostenlose Ausbildungsmittel, wie zum Beispiel Werkzeuge, die der Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stellen muss.

Freistellung

Dass die Azubis für ihre Berufsschulunterricht von der Arbeit frei bekommen, ist eigentlich selbstverständlich und daher auch ein Grundrecht: Das ist die Freistellung für Ausbildungsmaßnahmen.

Ausbildungsziel

Ein anderes wichtiges Recht der Auszubildenden ist das Arbeiten nur für das Ausbildungsziel: Sie müssen keine Arbeiten verrichten, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben, wie zum Beispiel private Besorgungen für den Chef oder das Putzen der Toilette.

Kündigungsrecht

Auch haben Azubis eine spezielle Kündigungsmöglichkeit und können das Ausbildungsverhältnis mit einer 4-wöchigen Frist beenden.

Zeugnis

Ein weiteres Recht ist der Anspruch auf ein Zeugnis, das der Ausbildungsbetrieb am Ende der Ausbildung ausstellen muss.

Vertretung

Unter bestimmten Voraussetzungen muss der Ausbildungsbetrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung bilden, die die Interessen der Jugendlichen vertritt.

Pflichten von Azubis

Lernpflicht

Zu den allgemeinen Pflichten von Azubis gehört zuallererst die Lernpflicht. Das bedeutet, dass sich die Auszubildenden darum bemühen müssen, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Sorgfaltspflicht

Die Sorgfaltspflicht schreibt vor, dass alle Tätigkeiten in Betrieb und Berufsschule immer ordentlich und zuverlässig erfüllt werden müssen, dazu gehört auch das Führen des Berichtsheftes.

Teilnahmepflicht

Der Besuch der Berufsschule ist für die Auszubildenden ebenfalls vorgeschrieben, das ist die Teilnahmepflicht.

Anweisungen

Auch müssen Azubis die Anweisungen der Ausbilderinnen und Ausbilder befolgen und die angeordneten Aufgaben erledigen.

Betriebsordnung

Daneben sind sie verpflichtet, die Betriebsordnung einzuhalten und beispielsweise bestimmte Schutzkleidung zu tragen, falls vorgeschrieben.

Bewahrungspflicht

Die Bewahrungspflicht bestimmt, dass die Azubis sorgsam und vorsichtig mit den Arbeitsmaterialien, also Werkzeugen, Maschinen usw. umgehen müssen.

Schweigepflicht

Dazu kommt noch die Schweigepflicht, die es den Azubis verbietet, Betriebsgeheimnisse auszuplaudern.

Krankmeldung

Und zuletzt sind Azubis zur Krankheitsmeldung und Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verpflichtet, wenn sie nicht zur Arbeit kommen können.

JAV Wahlen – Ihr habt die Wahl!

Fragen über Fragen, Stress mit den Ausbilder*innen oder Probleme bei der Übernahme? Die Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen (JAV) helfen. Sie setzen sich im Betrieb für junge Leute und Azubis ein. Hast auch du Lust darauf, deine Arbeit und deinen Arbeitsplatz mitzugestalten? Dann mach mit! Im Oktober/November 2020 steht die nächste Wahl der JAV an. Es lohnt sich immer, gut informiert und vorbereitet zu sein.

Zum JAV-Portal

Tipps für einen guten Ausbildungsstart

  • Angemessene Kleidung wählen – passend zu deinem Ausbildungsberuf
  • Arbeitsweg planen – eine Verspätung am ersten Tag ist ein No-Go
  • Arbeitskolleg*innen freundlich begrüßen und sich persönlich vorstellen
  • Wichtige Informationen immer notieren
  • Fragen stellen

Wichtige Informationen zum Ausbildungsbeginn während Corona

Folgendes solltest du zu Beginn deiner Ausbildung beachten

  • Bringe zum ersten Ausbildungstag eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) mit, für den Fall, dass in deinem Ausbildungsbetrieb eine Maskenpflicht herrscht.
  • Falls im Eingangsbereich deines Ausbildungsbetriebs Ständer mit Desinfektionsmittel stehen, nutze diese.
  • Bei der Begrüßung ist ein Händeschütteln üblich. Hierauf wird im Hinblick auf den Infektionsschutz derzeit jedoch verzichtet.
  • Halte zu Vorgesetzten, Mitarbeiter*innen und Dritten den vorgegebenen Mindestabstand von 1,50 m ein.
  • Viele Cafeterien und Kantinen mussten ihren Betrieb einschränken und beispielsweise ihr Speiseangebot reduzieren sowie die Anzahl ihrer Sitzplätze verringern. Daher solltest du dir an den ersten Tagen vorsichtshalber selbst etwas zu essen für die Mittagspause mitbringen.

FAQ zu Ausbildung während Corona

Was passiert, wenn die Berufsschule geschlossen wird?

Wird deine Berufsschule vorübergehend geschlossen, musst du in deinem Ausbildungsbetrieb erscheinen. Es kann auch sein, dass deine Berufsschule dir Aufgaben für die Zeit gibt, in der sie zu hat. Für diese Aufgaben sollte dir dein Betrieb Zeit einräumen. Ob du deine Aufgaben von zu Hause oder im Betrieb erledigst, entscheidet dein Ausbildungsunternehmen.

Darf ich einfach zu Hause bleiben, wenn ich Angst vor Corona habe?

Grundsätzlich darfst du als Auszubildender deine Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Beim Coronavirus ist das inzwischen anders: Gibt es nämlich eine konkrete Gefährdung, müssen Arbeitgeber*innen ihrer Fürsorgepflicht nachgehen und können zum Beispiel dafür sorgen, dass du von zuhause arbeiten kannst. Sprich deine Ausbilder*innen dazu direkt an und frag, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Kann mir gekündigt werden, wenn ich Corona habe?

Keine Sorge! Wenn du dich mit Corona angesteckt hast oder aber in Quarantäne musst, darf dir nicht gekündigt werden. Es kann aber sein, dass dein Ausbildungsbetrieb für eine längere Zeit geschlossen wird und damit seine Ausbildungseignung verliert. Aber auch hier gilt für dich persönlich: Keine Panik! Die Ausbilder*innen sind dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für dich zu bemühen.

Kurzarbeit in der Ausbildung: Darf der Betrieb dem Azubi Kurzarbeit anordnen?

In der Regel bist du als Azubi nicht von Kurzarbeit betroffen. Dein Ausbildungsbetrieb muss die Ausbildung weiter ermöglichen und deinen Ausbildungsplan umstellen oder dich in einer anderen Abteilung unterbringen. Kurzarbeit in der Ausbildung ist der letzte Ausweg und erst erlaubt, wenn wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, um die Ausbildung aufrecht zu erhalten.

Was passiert mit Auszubildenden, wenn der Betrieb Kurzarbeit anordnet?

Da Auszubildenden in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden darf, muss der Betrieb alles in seiner Macht Stehende versuchen, um die Ausbildung aufrecht zu erhalten – auch wenn die anderen Mitarbeiter*innen bereits in Kurzarbeit sind. Deshalb darf auch das Ausbildungspersonal nicht von Kurzarbeit betroffen sein. Ist das aber der Fall und es gibt keine andere Möglichkeit mehr, ist Kurzarbeit für Azubis ausnahmsweise möglich.

Mitbestimmung – was ist das und warum ist das wichtig?

Informier dich zu Ausbildungsbeginn darüber, ob es einen Betriebsrat und eine Jugend- und Auszubildendenvertretung in deinem Betrieb gibt. Der Kontakt zu deinen Interessensvertreter*innen ist wichtig, da sie dir gerade zu Beginn bei allen Fragen und evtl. Sorgen weiterhelfen können und in deinem Sinne unterstützen.

In Betrieben mit Betriebsrat ist in der Regel alles besser: Löhne, Arbeits- und Pausenregelungen, sozialer Frieden. Ohne Betriebsrat kann es keine funktionierende Interessenvertretung der Beschäftigten geben. Ohne Gewerkschaft wiederum sind die Betriebsräte auf sich allein gestellt. Nicht bei uns: Drei von vier Betriebsrät*innen in unseren Branchen sind IG-BCE-Mitglieder.

Nur der Betriebsrat hat die gesetzlichen Rechte auf Mitbestimmung im Betrieb. Gibt es keinen Betriebsrat, entscheidet das Unternehmen allein über Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel die Arbeitszeit. Das heißt, ohne Betriebsrat werden Mitwirkungs-, Mitbestimmungs- und Informationsrechte der Beschäftigten verschenkt.

Die Betriebsräte werden alle vier Jahre von den Beschäftigten ihres Betriebes gewählt. Je höher die Wahlbeteiligung, desto stärker die Rückendeckung für den Betriebsrat in seiner täglichen Arbeit.

Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen werden dahingegen alle 2 Jahre gewählt – die nächste reguläre Wahl findet im Oktober/November 2020 statt – Wie du dich hier beteiligen kannst, erfährst du in dem Abschnitt zu „Informationen zu den JAV-Wahlen“.

Tarifverträge

Ob Ausbildungsvergütung, Arbeitszeit, Urlaub oder Sonderzahlungen – die IG BCE hat für die Beschäftigten ihrer Branchen in den vergangenen Jahren erfolgreiche Tarifarbeit geleistet und nicht zuletzt für IG-BCE-Mitglieder besondere Vorteile ausgehandelt. Unsere Branchenübersicht bringt das Wichtigste auf den Punkt.

Finde heraus welche Bedingungen in deinem Tarifvertrag für dich gelten!

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